00:00:00: Warum reden wir uns schlechte Jobs schön und bleiben dort, obwohl wir todunglücklich sind?
00:00:07: Genau darum geht es in dieser Folge.
00:00:10: Also bleibt dran!
00:00:30: Lass uns starten.
00:00:31: Los geht's!
00:00:33: Herzlich willkommen hier im Mutterskerne-Ausstehen Podcast, ich freue mich riesig dass du da bist.
00:00:38: Bevor wir in dieses so so spannende Thema starten möchte ich ganz gerne noch einmal ankündigen der nächste Workshop steht wieder auf dem Plan und zwar am Montag, diesmal Montag nicht mit Wochen.
00:00:56: Montag den einunddreißigsten August und diesmal auch um neunzehn Uhr findet ein Workshop statt zum Thema Wie kommst du an den perfekt zu dir passenden Job?
00:01:07: Perfekt ist Das ist für mich ein schwieriges Wort.
00:01:10: Sehr, sehr gut zu dir passenden Job!
00:01:13: Ich nenne das The Perfect Match Code.
00:01:16: Darum geht es also wie kannst du dich zum Traumkandidaten zur Traum-Kandidatin machen?
00:01:23: Wie wirst Du zur ersten Wahl und kommst in die engere Auswahl und dann eben auch zum coolen neuen Job.
00:01:30: Damit du eben nicht, darum geht es ja an der heutigen Podcast-Folge verharren musst wo du wirklich unglücklich bist!
00:01:37: Das möchte ich auf gar keinen Fall.
00:01:40: und deshalb dieser Workshop.
00:01:42: also melde dich gerne an kostenlos ist das.
00:01:44: den Link zur Anmeldung den findest Du hier unten in der Folge unter dem Schonutz drin.
00:01:51: So, jetzt lasst uns aber in die Folge rein starten und ich finde das Thema so hochgradig spannend.
00:01:59: Weil es ein Hochgradigpsychologisches Thema ist!
00:02:02: Ich habe mich damit auseinandergesetzt hier um das Ganze mal so'n bisschen in der Tiefe auch zu erfassen und finde dass selber hochgradigt spannend was da eigentlich passiert.
00:02:15: Und vielleicht wenn du jetzt hier rein hörst kennst du das ja?
00:02:20: Du bist unzufrieden und dann kommen so Gedanken, naja aber eine Veränderung.
00:02:28: So schlimm ist es ja auch wieder nicht!
00:02:30: Ich sollte dankbarer sein im Moment geht das gerade nicht usw.
00:02:36: Das heißt Es kommen viele mögliche Gründe auf die ich gleich nochmal genauer eingehen werde welche das genau sind Welche Geschichten wir uns sozusagen erzählen.
00:02:50: Geschichten, die fühlen sich so wahr an und wir denken, wir würden bewusst entscheiden einfach mal zu bleiben.
00:02:58: Und ich glaube aber – Ich bin mir sicher das stimmt nur sehr zum Teil!
00:03:04: Denn unser Gehirn ist unglaublich gut da drin dich zu schützen.
00:03:09: Warum?
00:03:10: Wieso?
00:03:10: Weshalb erzähle ich dir
00:03:11: nachher?!
00:03:16: Da geht es darum, dass wir uns das mal näher anschauen.
00:03:20: Ich habe dir erst einmal mitgebracht, woran du überhaupt merkst, dass du dir den Job schön redest.
00:03:26: Was sind Geschichten die du dir vielleicht erzählst?
00:03:30: Wo du darauf hoffst, wenn es nochmal anders wird oder wo du dir insgesamt den Job einfach schön redet?
00:03:38: und was ich ganz oft höre ist... Wenn ich mich beruflich verändere, dann wird sich an meinem Gehalt irgendwas verändern.
00:03:48: Und das Geld ist sozusagen der Grund warum es nicht weitergeht.
00:03:54: Das Geld ist auch der Schmerzensgeld, dass bezahlt wird für einen Job wo die Arbeit überhaupt gar keinen Spaß mehr macht.
00:04:04: Also das Gehalt stimmt irgendwie und plötzlich rechtfertigt dieses Geld da zu bleiben Wo wir sind, wenn du das von dir kennst.
00:04:13: Das ist auf jeden Fall ich quatsch mir den Job schön.
00:04:18: Zweiter Punkt vielleicht kennst du auch das?
00:04:21: Vielleicht hoffst du da drauf dass es irgendwann noch mal besser wird.
00:04:25: Das höre ich auch ganz oft.
00:04:27: Ah naja da ist eine neue Führungskraft im Anmarsch.
00:04:33: Vielleicht wird's dann ja besser so.
00:04:36: meistens Passiert das nicht?
00:04:38: Manchmal schon.
00:04:39: Meistens passiert es aber nicht, weil die Organisationen, die Unternehmenskultur natürlich meistens irgendwie die Gleiche bleibt.
00:04:46: Vielleicht hoffst du darauf interessanterer Aufgaben zu bekommen.
00:04:51: Natürlich kann das passieren und natürlich kann es sein dass du interessante Aufgaben bekommst, aber nicht von alleine.
00:04:58: also was ich dann oft mitbekomme ist dass diese Menschen einfach in so einem Hoffnungszustand sind ja verharren und manchmal sogar Jahre auf etwas warten, was nie passiert.
00:05:13: Und wenn du dich dabei ertappst das ist auch ein schön Quatschen eines schlechten Jobs.
00:05:19: Wenn du hoffst darauf irgendwann wird es vielleicht besser.
00:05:23: Wenn die neue Führungskraft kommt, wenn wir das neu umstrukturieren, wenn es vielleicht neue Aufgaben gibt usw.
00:05:34: Drittes, was ich häufig mitbekomme ist das Menschenbleime aus Loyalitätsgründen.
00:05:39: Also zum Beispiel weil sie coole Kollegen haben oder eine tolle Führungskraft haben.
00:05:44: Weil wir niemanden enttäuschen wollen so ne?
00:05:48: Weil wir da vielleicht auch so ein Gefühl entwickeln so wie müssten durchhalten für die anderen Für die fürs Unternehmen für die Aufgabe.
00:06:00: und natürlich ist Loyalität erstmal eine toller Eigenschaft.
00:06:04: gar keine Frage, nur wenn du dir selber gegenüber unloyal wirst dann wird es schwierig und auch in diesem Fall redest du dir einen Job schöner eigentlich nicht mehr dir dient.
00:06:21: Nächstes Argument was ich häufig mitbekomme ist das insgesamt es schwierig ist und dann kommt mal eine schöne Woche oder mal ein schönes Projekt.
00:06:33: Du merkst plötzlich, mit der Kollegin verstehe ich mich jetzt aber plötzlich ganz viel besser.
00:06:39: Ein nettes Gespräch geführt oder ihr habt euch irgendwie wieder zusammengerauft und dann kommt plötzlich so vielleicht ist es doch gar nicht so schlimm.
00:06:51: Das heißt einzelne Tage oder von mir ist auch mal ein einzelnes Projekt meine einzelne Woche die überdeckt sozusagen das große Ganze redet sozusagen oder macht das Wett, was sonst schwierig ist.
00:07:09: Und auch das würde ich sagen, ist ganz klar du redest dir den schlechten Job schön!
00:07:16: Dann, was ganz häufig passiert – das ist ein sehr weit verbreitetes Phänomen und es ist auch glaube ich normal bis zum gewissen Grad – wir hängen unsere Identität am Job auf.
00:07:29: Also whatever, ich bin Ingenieurin.
00:07:34: Ich bin Führungskraft!
00:07:36: Ich bin schon seit zwanzig Jahren hier im Unternehmen.
00:07:41: Das heißt das ist Identitätsstiften – der Job ist Identitätsstiften.
00:07:47: und wenn es dann um einen Jobwechsel geht, dann geht es meistens nicht nur um einen Unter Umständen, das machen nicht alle.
00:08:01: Aber häufig passiert das, dass wir unsere Identität an den Job direkt ranknüpfen und wenn wir ihn dann in Anführungsstrichen verlieren weil du ihn wechselst, dann braucht es eine neue Identität danach.
00:08:18: Und das ist das warum Menschen ganz häufig da bleiben wo sie gerade sind Weil sie ihre Identität nicht an einer Drohbe abgeben wollen, weil die quasi mit ihnen als Person verknüpft ist.
00:08:33: Macht ja erst mal total viel Sinn!
00:08:36: Aber wenn du das merkst, wo ich das hier gerade erzählt, dass das das mit dir resoniert dann schau dir das mal an.
00:08:43: so Ist das deine Identität?
00:08:46: Bist Du das als Person oder ist das nur ein Label was du dir vielleicht verpasst hast?
00:08:52: Ja Ich bin Ingenieur für mich ist es ein Labell Aber wir verwechseln das eben häufig mit unserer persönlichen Identität.
00:09:03: Sechstens, was ich oft höre... Wir vergleichen uns mit Menschen denen es noch schlechter geht.
00:09:09: also wenn du jetzt zum Beispiel eine Freundin hast oder ein Freund und Der erzählt ihr Horror-Stories.
00:09:17: Was passiert dann?
00:09:18: Wir denken, komm so schlimm ist mein Job auch nicht und der oder die wäre bestimmt froh wenn sie oder er meine Stelle hätte.
00:09:27: Und klar das stimmt vielleicht aber es ändert ja nichts an der Tatsache dass du nicht zufrieden bist und dir einen Job schön redest, der eigentlich nicht taugt.
00:09:41: Das heißt Auch da mal genau hinzugucken, bis du im Vergleich mit anderen, denen es schlechter geht.
00:09:48: Um dir den Job selber schönzureden.
00:09:52: Nächster Punkt was ich leider zunehmend feststelle ist das Menschen einfach zu erschöpft sind um etwas zu verändern.
00:10:00: Das liegt ganz häufig auch daran dass viele Menschen einfach too lange warten.
00:10:05: in diesen Schleifen bleiben sich das über Jahre schön reden und Eine Veränderung braucht immer ein Mindestmaß an Energie.
00:10:16: Wenn wir schon lange gegen uns gearbeitet haben, wenn wir schon lang in einem Job geblieben sind wo wir Energie dauerhaft verlieren dann sind wir vielleicht ausgelockt.
00:10:27: Wir haben überhaupt nicht mehr die Ressourcen die es braucht um auch Entscheidungen zu treffen und dann geht das überhaupt nicht um Faulheit sondern einfach schlichtweg fehlt da die Kraft der Energie um loszugeben.
00:10:41: Und natürlich geht es darum dann nicht zu sagen, ja gut ich bin halt so erschöpft.
00:10:46: Jetzt bleibe ich!
00:10:47: Sondern dann geht es natürlich darum die Energie wieder aufzubauen.
00:10:51: Teilweise eben auch indem wir uns mal wirklich für eine Zeit lang rausziehen und mal sagen okay jetzt... Ich weiß zwar noch nicht wie's weitergeht aber ich merke dieser Job auf Dauer macht er mich kaputt.
00:11:06: wenn das dann so ist Kann ich nicht beantworten, das darfst du für dich selber beantwortet.
00:11:12: Aber dich dann auch mal... oder was heißt mal?
00:11:15: Dich dann auch dir zu erlauben, so würde ich das formulieren wollen, dir dann zu erlauben den Job auch hinter dir zu lassen wenn er dich dauerhaft kaputt macht weil du brauchst die Energie um etwas zu verändern.
00:11:30: ohne die funktioniert es halt nicht So.
00:11:34: nächster Punkt warum wir uns das schön reden ist, dass wir unsere Anpassungsfähigkeit unterschätzen.
00:11:41: Das finde ich auch ein ganz spannender Punkt!
00:11:43: Wir Menschen als speziell Mensch sind unglaublich anpassungsfähig und das kennst du vielleicht schon von Darwin, Survival of the fittest also überleben dessen der am anpassungspfähigten ist nicht der am stärksten ist sondern er am an passungsfähigsten ist.
00:12:01: und da sind wir menschen.
00:12:02: wir haben immer überlebt.
00:12:04: so viele glauben, wenn ich den falschen Job annehme.
00:12:10: Dann geht's nur noch bergab.
00:12:14: und das ist aber tatsächlich komplett anders so dass wir mit Veränderung meistens viel viel besser zurechtkommen als wir vorher geglaubt haben weil wir als Spezie einfach per se unglaublich anpassungsfähig sind.
00:12:32: ja was was wir entwickeln dürfen ist der Glaube daran dass wir uns anpassen können, dass wir flexibel sein können.
00:12:41: Dass wir uns verändern können und ja viele schätzen das einfach völlig falsch ein, dass sie eben nicht anpassungsfähig sind und bleiben deshalb in einem Job der ihnen nicht entspricht und reden sich das dann schön!
00:12:57: So jetzt habe ich dir mal die acht waren es glaube ich ne acht wichtigsten Dinge aufgezählt warum Menschen da häufig bleiben.
00:13:08: Ein habe ich noch bis zum Schluss aufbewahrt, weil ich den eigentlich am wichtigsten finde.
00:13:12: Den bringe ich dir mal am Ende mit.
00:13:15: Jetzt möchte ich dir überhaupt erst einmal erzählen warum das passiert?
00:13:19: Warum machen wir denn das eigentlich?
00:13:22: und das ist eine super spannende Sache!
00:13:25: Weil das hat nichts mit Faulheit oder Bequemlichkeit zu tun zumindest nicht die Gründe die ich dir jetzt gerade genannt haben.
00:13:30: natürlich kann bequemlichkeit auch ein Grund sein.
00:13:34: Aber das alles, was ich dir jetzt aufgezählt habe.
00:13:36: Das hat etwas damit zu tun weil unser Gehirn so arbeitet wie es eben arbeitet.
00:13:42: Unser Gehirne hat nämlich die Aufgabe uns zu schützen und zwar nicht vor Unzufriedenheit sondern vor Unsicherheit Und dafür nutzt es Mechanismen Psychologische Mechanism Und da habe ich dir jetzt die drei wichtigsten mal mitgebracht.
00:14:01: Das erste ist die sogenannte Losaversion, also die Verlustaversion und das heißt dass wir Menschen mögliche Verluste deutlich stärker bewerten als Gewinnern!
00:14:16: Also das, was wir verlieren können hat einen größeren Impact auf unsere Entscheidung als das, dass wir gewinnen können.
00:14:24: Und deshalb denken wir eben immer zuerst an das, Was Wir Verlieren Könnten so etwas wie Sicherheit.
00:14:30: Wir verlassen die Sicherheit, die vermeintliche Sicherheit.
00:14:34: Ich kenn's mich vielleicht schon ein bisschen länger ich halte das für eine absolute Illusion, dass es das gibt.
00:14:43: Wir verlassen das Gehalt, was wir bis jetzt hatten.
00:14:46: Und oh Gott, oh Gott!
00:14:47: Wahrscheinlich kriegen wir nie wieder so ein gutes Gehalt.
00:14:50: Wir verlessen die Kollegen und wahrscheinlich warten nie wieder gute Kollegen auf uns.
00:14:55: Wir verlassen den Status und verlieren alles, was nach außen draußen geben können usw.
00:15:00: Also das Gefühl des Verlustes wiegt eben deutlich stärker als das, neuen Job wechseln, vielleicht auch mit einer neuen Ausrichtung gewinnen könnten.
00:15:16: Ja, vielleicht ist das Gehalt viel höher!
00:15:18: Vielleicht haben wir dann eine deutlich höheres Gefühl von Sicherheit?
00:15:22: Weil wir plötzlich mit uns arbeiten... Mit unseren Fähigkeiten, mit unseren Stärken und unseren Interessen.
00:15:31: Mit all dem Arbeiten was uns wichtig ist.
00:15:34: Vielleicht sind wir da deutlich sicherer hinterher aufgehoben?
00:15:37: Vielleicht haben wir auch deutlich coolere Kollegen noch!
00:15:41: Wer sagt uns denn das, dass die Kollegen das Nonplus Ultra sind?
00:15:44: Vielleicht gibt es noch ein deutlich tolleres Team.
00:15:47: Vielleicht empfinden wir den Status, den wir im Moment haben... in einem neuen Job noch mal als ganz anders.
00:15:58: Es kann auch sein, dass wir Status nochmal ganz anders definieren – vielleicht ist es gar nicht der große Job-Titel ja?
00:16:05: Ich bin Senior Consultant oder so!
00:16:07: Sondern vielleicht ist das plötzlich….
00:16:10: ich mach das so mit ein bisschen Ironie aber ich glaube, das hilft manchmal auch.
00:16:15: Vielleicht haben wir dann plötzlich eine andere Definition von Status und vielleicht haben wir mehr Zeit oder wir können Dinge selber gestalten und empfinden das plötzlich als richtig coolen Status, den wir vorher so gar nicht gesehen haben.
00:16:32: Und auch vielleicht nicht hatten!
00:16:35: Also nochmal – Das Thema Verlust-Aversion ist eben ein wahnsinnig wichtiges.
00:16:41: D.h.,
00:16:41: die mögliche Verluste der Drohen stuft unser Gehirn deutlich stärker ein dem möglichen Gewinn, der dahinter steht.
00:16:53: Das Zweite ist was unser Gehirn macht das bekannte Bevorzugt also das was wir kennen dass es immer das Willkommste.
00:17:04: das nennt sich status quo bias und zwar nicht weil das besser ist sondern weil's eben bekannt und berechenbar ist.
00:17:14: Das ist die sogenannte Komfortzone, wir wollen unser Gehirn will uns da drinhalten!
00:17:20: Unser Gehirnen will nicht dass wir daraus gehen und uns verändern und deshalb fühlt sich ein unbekannter neuer Job erstmal nicht wirklich sicher an.
00:17:33: Deswegen sagt unser Gehirn, bleib mal lieber da wo du bist.
00:17:37: Das kennst du wenigstens auch wenn es nicht schön ist aber es ist zumindest sicher berechenbar und bekannt.
00:17:44: Und das ist etwas was unser Gehör mit uns allen macht und wenn wir das kennen, dann können wir das auch verändern.
00:17:53: Wenn wir merken, klar kenne ich schon!
00:17:56: Da macht das Gehirnen wieder jenes und welches warum?
00:17:59: weil es mich schützen will hilft ja aber nicht wirklich.
00:18:03: Also das ist ja immer die Frage, wie gehst du damit um?
00:18:07: Diese Bayesse oder ich weiß gar nicht, wie der Plural davon ist.
00:18:14: Ist ja erstmal etwas was sich psychologisch so darstellt.
00:18:19: Das heißt dir aber nicht dass du dich dem fügen darfst und musst sondern es geht ja eigentlich darum überhaupt mal zu erkennen ah okay das macht das Gehirn automatisch weil es eben ein Selbstschutzmechanismus.
00:18:33: Und das Dritte, was wir haben ist der Confirmation-Bystand.
00:18:36: Hast du bestimmt auch schon mal gehört mit ziemlich sicher?
00:18:39: Das ist das, was wie sozusagen wenn wir innerlich irgendwas für wahr befunden haben oder wenn wir einen Entschluss gefasst haben dann sucht unser Gehirn automatisch nach Beweisen dafür.
00:18:51: Dann sucht unsere Gehirne zum Beispiel so etwas wie Ah ja, nee.
00:18:57: Der Arbeitsmarkt ist irgendwie gerade schwierig und deswegen bleibe ich mal lieber da oder vielleicht wird es nächstes Jahr auch alles besser.
00:19:08: Wir suchen automatisch nach Beweisen dafür was wir innerlich schon angenommen haben.
00:19:17: Das heißt diese drei Mechanismen, die Lost-Version der Status Quo Bias und der Confirmation Bias.
00:19:26: Die versuchen uns dazu halten wo wir gerade sind in unserem alten Job.
00:19:31: das ist ein Selbstschutzmechanismus des Gehirns.
00:19:35: ja es geht nicht um Faulheit vielleicht manchmal schon aber dass ist nicht das was ich jetzt mit dir besprechen möchte sondern es geht darum dass Veränderung eben deshalb so schwer fällt häufig, weil dein Gehirn dir irgendwelche Dinge erzählt.
00:19:51: Weil es dich schützen möchte, weil ich dich da halten möchte, wo du gerade bist und das Risiko möglichst minimieren möchte, dass du dich bewegst.
00:20:05: Und deswegen reden wir uns einen schlechten Job schön möglichst lange auszuhalten in einem Job, der uns eigentlich überhaupt nicht mehr dient.
00:20:17: Und dass das nicht gut ist?
00:20:18: Das darf ich dir ... will ich dir... weiß ich gar nicht!
00:20:23: Muss ich dir das noch
00:20:23: sagen?!
00:20:24: Ich glaube du weißt es auch selber.
00:20:26: ja und ich habe dir noch eins versprochen was da zugehört, was ich eigentlich am aller aller wichtigsten finde, ist nämlich den Switch zu machen.
00:20:39: Also wenn du gemerkt hast jetzt eben, dass du dich da in einigen dieser Punkte wiedergefunden hast.
00:20:45: Wenn du merkst hey da okay ich bin unzufrieden und das mache ich.
00:20:51: also ich rede mir den Job schön indem ich zum Beispiel das Gehalt vorschiebe oder indem mich eine unsichere Arbeitsmarktlage vorschiebe was ich hier gar nicht aufgenommen habe.
00:21:04: hab ich das überhaupt aufgenommen?
00:21:06: Das ist echt eine gute Frage.
00:21:07: Ich glaube, ich habe das überhaupt nicht aufgenommen.
00:21:11: Das würde ich vielleicht noch mal hinten dran schieben jetzt, weil ich finde, dass es tatsächlich auch nochmal ein Punkt na, ich hab's wahrscheinlich mit die Anpassungsfähigkeit mit reingepackt.
00:21:21: aber im Grunde genommen ist es natürlich so, dass viele Menschen gerade sich den Job schönreden, weil sie Angst haben in der jetzigen Situation sich zu verändern ja?
00:21:33: Und da kommt dann so was wie, ah der Arbeitsmarkt ist gerade nicht so einfach und wir sind in Krisenzeiten usw.
00:21:41: Also wenn das kommt, dass es natürlich auch einen schönen Reden eines wirklich schlechten Jobs Und auch da, das gehört natürlich mit dazu und auch da würde ich dir sagen hey, habt einen anderen Blick darauf.
00:21:56: Das ist genau das was ich dir jetzt hier am Ende mitgeben möchte weil ich finde es super, super wichtig umzudrehen.
00:22:04: wenn du merkst du redest dir das schön dann möchte ich dich einladen dazu den die Perspekt aktive zu verändern und zwar nicht darauf zu gucken, so was du verlieren könntest.
00:22:20: Was das Risiko ist?
00:22:22: Sondern mal draufzuschauen, was eigentlich der Preis den du zahlst wenn du bleibst.
00:22:30: Was zahlste du ganz genau?
00:22:33: Was verlierst Du Wenn du blebst?
00:22:39: Und diese Frage stellen wir uns nicht Aber stell sie dir mal!
00:22:43: Was kostet es dich denn Wenn du noch ein weiteres Jahr in diesem Job verharst, was ist der Preis dafür?
00:22:55: Und ich gebe dir mal Beispiele.
00:22:56: Ich weiß es nicht, was das bei dir ist aber ich geb dir mal beispiele.
00:23:00: wird der Frust abnehmen oder eher zunehmen?
00:23:03: Ich denke Letzteres, da wird wahrscheinlich zunehmend.
00:23:06: die Unzufriedenheit steigt meistens mit den Jahren.
00:23:10: Wird die Erschöpfung, die du vielleicht schon hast, würde ihr eher abnehmen Vermutlich Letzteres.
00:23:18: Menschen, die erschöpft sind und dann in einem Job arbeiten der ihnen nicht dient werden in der Regel noch Erschöpfter wird es immer schwieriger sich zu verändern.
00:23:27: Wird dein Selbstvertrauen steigen oder wird das eher abnehmen?
00:23:33: Ich vermute mal Letzteres, weil wenn wir nicht wirksam arbeiten.
00:23:37: Wenn wir in einem Job sind wo wir das Gefühl haben wir können nichts bewegen.
00:23:41: Wo wir vielleicht nicht ernst genommen werden.
00:23:43: Wo immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand rennt.
00:23:46: Da sinkt es selbstvertrauen.
00:23:47: Das ist ganz normal!
00:23:50: Wenn wir nichts mehr bewegen können nimmt eben auch unser Vertrauen in uns selber ab und das halte ich für fast das Schlimmste.
00:23:59: Und was verpasst du denn eigentlich?
00:24:02: Ja, aber wenn du nicht losgehst was verpasst du dann?
00:24:05: Was sind denn die Dinge, die dir plötzlich gar nicht mehr zur Verfügung stehen.
00:24:10: Wenn du da bleibst wo du gerade bist welche Chancen verpasste auch und preis den wir zahlen ist bleibest du beschäftigungsfähig?
00:24:21: ja wenn du da bleibt wo du grade bist?
00:24:24: ich weiß nicht wie es bei dir ist aber bist du dann noch beschäftigungspfähig?
00:24:30: weil Wir zum Beispiel, wenn wir häufig in Job sind die uns nicht dienen wird unsere Leistung in der Regel nicht besser sondern eher deutlich schlechter und wir entwickeln uns dann häufig auch nicht mehr.
00:24:43: Was heißt denn das auf unserem jetzigen Arbeitsmarkt?
00:24:45: Dass du abgehängt wirst also den Preis zu zahlen?
00:24:51: und mal ganz abgesehen davon Wichtigster Punkt eigentlich habe ich noch gar nicht mit aufgeschrieben hier Ich hab immer so eine kleine Liste.
00:25:01: Deine Lebensqualität, also das würde ich sagen kann ich zu hundert Prozent für jeden hier sagen.
00:25:08: Wenn wir in einem schlechten Job bleiben sinkt die Lebensqualität.
00:25:13: ja weil wir einfach ein Großteil unserer Wachentageszeit im Job verbringen und nicht zu Hause, nicht in der Freizeit, nicht mit unseren Liebsten sondern wir sind halt einen großen Teil eben mit Arbeit beschäftigt.
00:25:28: Die Lebensqualität sinkt immer, wenn wir in einem Job sind wo wir uns zufrieden sind.
00:25:35: Das ist einfach Fakt!
00:25:36: Ja das habe ich noch nie anders erlebt und deshalb nochmal die... Ich finde den Punkt eigentlich am allerwichtigsten ist.
00:25:45: Deswegen gebe ich dir hier am Ende nochmal die Frage mit welchen Preis bezahlst du?
00:25:51: Was kostet es dich, wenn du noch ein weiteres Jahr in diesem Job drin bleibst?
00:25:57: Was kostet es dich?
00:25:59: Schreibt dir das mal auf.
00:26:00: Ich glaube, dass ist die allerwichtigste Frage und wenn wir uns die ehrlich beantworten dann fällt vielleicht auch die Entscheidung leichter in Richtung hey ich gehe das ganze Thema jetzt mal an!
00:26:13: Ich würde jetzt mal wirklich was verändern.
00:26:16: Ich werde mich jetzt mal um einen Job wechsel kümmern und vielleicht hier auch am Ende nochmal... Ich habe schon mit so vielen Menschen zusammengearbeitet, die sich beruflich verändert haben.
00:26:27: Noch nie wirklich noch nie ist jemand gekommen und hat hinterher zu mir gesagt oh ich bereue das!
00:26:34: Noch nie ist das passiert sondern immer im Gegenteil.
00:26:37: Menschen kommen und sagen boah das war längst überfällig weiß gar nicht warum wir es geschoben habe.
00:26:43: ich weiß gar nich warum ich da immer wieder Noch eine Schleife und noch eine Schleife gedreht habe.
00:26:50: Warum ich mir hier nochmal einen Grund und ein Argument gegeben hab, was es irgendwie besser machen soll?
00:26:56: Oder die hab' ich mir nochmal schön gequatscht.
00:26:58: oder da ist nochmal irgendwie ne Woche ins Land gegangen oder in Monat oder ja ins Land gegang wo ich wieder ne Schleifel gedrehte und wieder das ganze aufgeschoben hab.
00:27:09: Und wenn die Folge dazu beiträgt dass du dich damals wirklich hinterfragst und wirklich guckst Wo rede ich mir meinen derzeitigen Job eigentlich schön und wann wäre ein richtiger, guter Zeitpunkt mal das Thema Jobwechsel anzugehen?
00:27:30: Wenn ich das damit erreichen konnte mit dieser Folge dann bin ich hochzufrieden.
00:27:34: Ja also ich hoffe sehr du hast was mitnehmen können von dieser Folge.
00:27:39: Und wenn du jetzt hier am Ende noch dran bist, dann ist das auf jeden Fall dein Thema!
00:27:43: Also schiebt es nicht weiter auf die lange Bank?
00:27:46: Das ist mein inniges Plädoyer hier am ende.
00:27:49: Gehe das Ganze an, hör auf den Dinge schön zu quatschen – das hilft überhaupt nicht.
00:27:55: in jeder Lage kann man sich verändern in jeder Situation.
00:27:59: Ich mache auch nochmal was zum Thema Krise weil ich glaube das ist ein wichtiger Punkt gerade.
00:28:04: und Ja, nimm dich selber ernst.
00:28:09: Nimm deine Unzufriedenheit verdammt nochmal ernst!
00:28:12: Ich glaube es gibt keine Alternative dazu.
00:28:17: So wenn du sagst okay das möchte ich gerne aber ich krieg's allein nicht hin herzlich gerne ich helfe dir dabei.
00:28:23: melde dich mal an fürs Strategiegespräch.
00:28:25: wir schauen mal an wo du stehst.
00:28:27: ja wir gucken uns deine Hürden deiner Herausforderung an ehrlich mit nem offenen Blick da drauf.
00:28:34: Wir gucken, warum kommst du gerade nicht weiter?
00:28:37: Was sind deine Blockaden und wie kann ich dir dabei helfen.
00:28:41: Ja was sind mögliche Begleit-Szenarien?
00:28:47: Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit mir zusammen zu arbeiten.
00:28:49: Was sind da die Möglichkeiten, die du hast?
00:28:52: Was macht da Sinn?
00:28:54: Und das ganze wirklich auf Augenhöhe ist kein Hardcore Selling Gespräch sondern ein Beratungsgespräch!
00:29:02: Vorankommst, also herzliche Einladung hier unbedingt mal unten auf den Link zu klicken und dich anzumelden für ein kostenloses Strategiegespräch.
00:29:12: Jetzt wünsche ich dir noch eine wundervolle Woche im Job!
00:29:16: Einen schönen Sonntag noch bis nächste Woche Sonntags.
00:29:19: Alles Liebe, tschau-tschau deiner Anja.